EPR für den britischen Markt

Bei der Verpackungsregulierung im Vereinigten Königreich stehen große Änderungen an - und Ihr Unternehmen sollte vorbereitet sein. Ab Januar 2025 ersetzt die Extended Producer Responsibility (EPR) die Packaging Waste Regulation (PWR) vollständig. Damit tragen Hersteller die vollen Kosten für die Bewirtschaftung ihres Verpackungsabfalls. Wir schlüsseln auf, was das konkret bedeutet - und wie Sie sich vorbereiten.

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Wen betrifft die Pflicht?

Liegt Ihr Umsatz über 1 Mio. £ oder bringen Sie mehr als 25 Tonnen Verpackung pro Jahr in Verkehr, gilt EPR für Sie.

Das betrifft:

  • Hersteller
  • Importeure
  • Verkäufer verpackter Waren
  • Online-Marktplätze, über die ausländische Verkäufer im Vereinigten Königreich handeln

Kurz gesagt: Wer Verpackung auf den britischen Markt bringt, fällt unter diese Regelung.

EPR for the UK Market - Overview
Neue Berichtspflichten

Unter EPR ist eine detaillierte Berichterstattung zentral. Unternehmen müssen nun erfassen und melden, wo ihre Verpackung in Verkehr gebracht und entsorgt wird, damit die britischen Behörden Abfallströme überwachen und Recyclingziele durchsetzen können.

Sie müssen melden, wenn Ihr Unternehmen:
  • gefüllte oder leere Verpackung an britische Endnutzer liefert
  • leere Verpackung an kleine oder nicht verpflichtete Organisationen abgibt
  • Mehrwegverpackung vermietet oder verleiht
  • einen Online-Marktplatz für verpackte Waren im Vereinigten Königreich betreibt
  • verpackte Waren zur internen Nutzung oder Entsorgung einführt
Wichtige Meldefristen:
  • Große Hersteller: Meldung alle sechs Monate (1. Oktober und 1. April)
  • Kleine Hersteller: Meldung jährlich (1. April)

Finanzielle und operative Auswirkungen

Hier wird es für die Kalkulation spürbar. Als großer Hersteller tragen Sie die vollen Kosten für die Bewirtschaftung von Verpackungsabfall. Kleine Hersteller müssen diese Gebühren nicht zahlen, aber dennoch für eine korrekte und fristgerechte Datenmeldung sorgen.

Die gute Nachricht?

Mit der richtigen Strategie können Unternehmen ihre Kosten senken, indem sie:

  • Verpackungsprozesse verschlanken
  • die Datenqualität verbessern
  • Compliance-Fristen frühzeitig einplanen

So bereiten Sie sich vor

Jetzt ist der Zeitpunkt zu handeln. So starten Sie:

1) Registrieren Sie sich bei der britischen Regierung/Defra für die Datenmeldung

2) Kennen Sie Ihre Verpackungsarten:

  • Primärverpackung – umschließt das Produkt (z. B. Flaschen, Gläser)
  • Sekundärverpackung – fasst Produkte zusammen (z. B. Schrumpffolie)
  • Versandverpackung – für E-Commerce-Lieferungen (z. B. Kartons, Luftpolsterfolie)
  • Tertiärverpackung – für die Bulk-Handhabung (z. B. Paletten, Kisten)

3) Prüfen Sie Ihre internen Prozesse – Erfassen Sie die richtigen Daten? Sind Ihre Teams geschult und Ihre Systeme aktuell?

Ein kurzer Compliance-Check jetzt kann größere Probleme später vermeiden.

Wie EMBACO unterstützt

EPR-Compliance klingt komplex, muss aber nicht überfordern.
EMBACO unterstützt Unternehmen dabei, ihre Verpackungsstrategien zu optimieren und regulatorischen Änderungen einen Schritt voraus zu sein. Von durchdachteren Materialentscheidungen bis zu effizienter Logistik: Wir sorgen dafür, dass Verpackung mehr leistet – für Ihr Unternehmen und für die Umwelt.

Bitte beachten Sie: Für Fragen zur rechtlichen EPR-Compliance Ihres Unternehmens wenden Sie sich direkt an HMRC oder Ihren Rechtsberater, da die Anforderungen je nach Situation unterschiedlich sein können.

Unterstützung bei Ihrer Verpackungsstrategie gesucht? EMBACO hilft Ihnen weiter.